Leben in der Schweiz – Information und Online-Beratung  

Zurück in die Heimat

Falls Sie Ihren Lebensabend in ihrer Heimat verbringen möchten, sollten Sie die Rückkehr früh und sorgfältig vorbereiten. Unterstützung erhalten Sie bei Ausländerdiensten, Ausländervereinigungen und bei den Konsulaten.

Klären Sie die finanziellen Folgen genau ab. Denken Sie daran, dass Sie auch nach langem Aufenthalt in der Schweiz durch eine Rückreise die Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung verlieren. Die ist vor allem für Personen aus nicht EU/EFTA-Staaten von Bedeutung.
 

Sozialversicherungen

Auf die Beiträge von AHV/IV und der beruflichen Vorsorge BVG haben Sie bei Ihrer Rückkehr ins Heimatland grundsätzliche Anspruch. Das Anmeldeformular AHV-Rente können Sie bei der AHV/IV runterladen. Für die Pensionskasse steht Ihr Arbeitgeber für Auskünfte zu Verfügung.
Die Auszahlung der AHV-Rente an BürgerInnen von EU- und EFTA-Staaten wird über das Abkommen zur Personenfreizügigkeit geregelt. Sehen Sie die Informationsplattform "Soziale Sicherheit Schweiz-EU"
Hat ihr Herkunftsland mit der Schweiz ein Sozialversicherungsabkommen, können Sie sich die AHV-Rente auch in die Heimat auszahlen lassen. Es handelt sich dabei um Chile, Israel, Kanada, Kroatien, Mazedonien, Philippinen, San Marino, Slowakien, Slowenien, Tschechien, Türkei, Ungarn, USA, Zypern.
Hat ihr Herkunftsland kein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen, werden Ihnen bei einer Rückkehr keine AHV-Renten ausbezahlt. Sie können sich aber die einbezahlten Beiträge ohne Zins als Kapital auszahlen lassen.
Achtung
Der Antrag auf Auszahlung muss bis spätestens 5 Jahre nach Ihrer Pensionierung erfolgen. In der Schweiz schon bezogene Rentenleistungen werden abgezogen.

Bei der Pensionskasse (BVG) spielen die Sozialversicherungsabkommen keine Rolle. Die Renten werden gemäss dem Reglement der jeweiligen Kasse ausbezahlt. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitgeber und lesen Sie das Pensionskassenreglement aufmerksam.

Was die so dritte Säule der Altersvorsorge betrifft, die private Lebensversicherung, so definieren die vertraglich fixierten Konditionen, was damit bei Rückkehr ins Heimatland geschieht. Kontaktieren Sie hierfür die Stelle, mit welcher Sie den Vertrag betreffend dritte Säule abgeschlossen haben.

 

Formalitäten bei einer Rückwanderung

Die kantonale Migrationsbehörde gibt Auskunft zu den Formalitäten im Zusammenhang mit einer Rückkehr ins Heimatland. Für Personen von EU- und EFTA-Mitgliedstaaten gelten die Bestimmungen des Personenfreizügigkeitsabkommens.

 

Abmelden

Wenn Sie die Schweiz verlassen und in Ihr Heimatland zurückkehren wollen, sind Sie verpflichtet, sich bei der Einwohnerkontrolle Ihrer Wohngemeinde abzumelden. Auch Ihr Vermieter muss eine Meldung über Ihren Weggang an die Einwohnerkontrolle machen.

 

Auswirkungen auf die Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung

Mit einer endgültigen Abmeldung bei der Einwohnerkontrolle Ihrer Wohngemeinde bzw. bei der zuständigen Migrationsbehörde verlieren Sie Ihre Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung für die Schweiz. Sollten Sie später mit der Absicht eines längeren Aufenthaltes erneut in die Schweiz einreisen, müssen Sie einen neuen Antrag um Aufenthalt einreichen.

 

EU-Angehörigen, die ins Ausland ziehen, steht ein Rückkehrrecht zu.

 

Für Nicht-EU-Angehörige erlöschen Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung durch Abmeldung oder wenn sie sich länger als sechs Monate im Ausland aufhalten. Sie haben kein Rückkehrrecht.

 

Empfehlung
BürgerInnen aus einem Drittstaat sollten bei einer Rückkehr im AHV-Alte r vorsichtig sein. Testen Sie 6 Monate lang, ob Sie in der Heimat wieder Fuss fassen können. AusländerInne mit einer  Niederlassungsbewilligung können zudem vor Ablauf der sechs Monate einen Antrag stellen, dann kann die Niederlassungsbewilligung während zwei Jahren aufrecht erhalten werden.
 
 

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