Leben in der Schweiz – Information und Online-Beratung  

Obligatorische Schule

Die obligatorische Schulzeit beginnt für Kinder im Alter von 6 bis 7 Jahren und dauert 9 Jahre. In allen Kantonen setzt sie sich zusammen aus der Primarstufe und der Sekundarstufe I. Der Besuch ist für schweizerische und ausländische Kinder obligatorisch und unentgeltlich. Die Gemeinden stellen sicher, dass jedes Kind die öffentliche Schule seines Wohnortes besuchen kann. 

Achtung
Auch Kinder von Sans-Papiers haben ein Recht auf Schulbildung. In der Regel kommunizieren die Schulämter nicht mit den Migrationsbehörden.

Noten

Die schulischen Leistungen werden mittels Noten, Einschätzungsskalen oder Lernberichten beurteilt. Die Notenskala reicht von 1 bis 6 (6 = beste Note, 4 = genügend, unter 4 = ungenügend), die Einschätzungskala umfasst sehr gut, gut, genügend, ungenügend. Arbeits-, Lern- und Sozialverhalten können ebenfalls beurteilt werden.

SchülerInnen erhalten meist zweimal pro Jahr am Ende eines Semesters ein Zeugnis oder einen Lernbericht.

Die schulische Leistungsbeurteilung wird als Basis für den Übertritt in die nächste Klasse (Promotion) und für den Stufenübertritt verwendet.

Absenzen

Absenzen sind durch die Eltern schriftlich begründet zu entschuldigen. Am besten nutzen Sie dafür die entsprechenden Formulare der Schule Ihres Kindes. Als Begründungen gelten z.B. Krankheit, Unfall, Todesfall in der Familie, Arzt- oder Zahnarztbesuch, Therapiebesuche.

Voraussehrbare Absenzen sind im Voraus zu melden.

Unerwartete Abwesenheiten sollten – auch aus Sicherheitsgründen – den Schulen so schnell wie möglich mitgeteilt werden.

Bei längeren Krankheiten ist ein Arztzeugnis notwendig.

Achtung
Wiederholtes unentschuldigtes Fernbleiben kann zu Strafen für das Kind und Bussen für die Eltern führen.

In einigen Kantonen haben die Kinder die Möglichkeit bis zu fünf halben Tagen mit einer Vorankündigung ohne Begründung nicht zur Schule zu gehen.

Ferien

Die Schweiz kennt 12 bis 13 Wochen Schulferien, die in lange Sommerferien, in Herbst- und Frühlingsferien sowie Weihnachtsfeiertage aufgeteilt sind. Die genauen Daten sind von Kanton und von Gemeinde zu Gemeinde verschieden.

Achtung
Die Eltern sind aufgefordert, die Feriendaten zu respektieren. Die Schulbehörden erlauben nur in gut begründeten Ausnahmefällen eine Verlängerung oder vorzeitigen Beginn der Ferien erlauben.

Elternmitwirkung

Das Schweizerische Zivilgesetzbuch (ZGB) hält die Eltern zur Zusammenarbeit mit der Schule an. Die Elternmitwirkung wird in der Regel in den kantonalen Schul- und Bildungsgesetzen aufgeführt. In neueren kantonalen Erlassen ist eine verstärkte Tendenz feststellbar, Eltern vermehrt in die Schule einzubinden. Gerade im Rahmen von geleiteten Schulen werden Eltern als Teil der Organisation Schule verstanden.

Schulaufsicht

In vielen Gemeinden oder Städten können auch AusländerInnen als Mitglied einer politischen Partei in die Schulaufsicht gewählt werden und so aktive am Schulleben teilnehmen.

Zum Thema: Sonderschulen, Elternmitwirkung, Sekundarschule, Einschulung Ausländerkinder, Primarschule

Links:

Zum Seitenanfang