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Sekundarschule

Alle Schülerinnen und Schüler können nach der Primarstufe ihre Ausbildung auf der Sekundarstufe I fortsetzen. Die Sekundarstufe I bildet den zweiten Teil der obligatorischen Schulzeit. Die Dauer der Sekundarstufe I beträgt in der Mehrzahl der Kantone drei Jahre.

Der Schulunterricht auf der Sekundarstufe I hat die Aufgabe, auf die Berufslehre oder eine weiterführende Schule vorzubereiten. Diese Ausbildungsstufe ist je nach Kanton sehr unterschiedlich gestaltet: Es gibt in der Regel verschiedene parallele Bildungswege mit unterschiedlichen Anforderungen und unterschiedlichen Möglichkeiten des Anschlusses an weiterführende Schulen. Zwischen den parallel geführten Bildungswegen gibt es Möglichkeiten des Übertritts.

Schultypen

In der Mehrheit der Kantone ist die Sekundarstufe I nach Leistungsgruppen in zwei bis drei unterschiedliche Schultypen, unterteilt: Schultyp mit Grundansprüchen und Schultyp mit erweiterten Ansprüchen, wobei einige Kantone zwei Schultypen führen: einen Schultyp mit mittleren und einen Schultyp mit höheren Ansprüchen. Vielfach ist die Schulstruktur der Sekundarschule kantonsintern nicht einheitlich.

Schulen mit Grundanforderungen

Der Schultyp mit Grundansprüchen wird in den Deutschschweizer Kantonen mehrheitlich mit "Realschule" aber auch bspw. mit "Oberschule" bezeichnet. In der Westschweiz lautet die Bezeichnung bspw. "Section pratique", oder "Section préprofessionnelle". Diese Schulen fördern die praktischen Fertigkeiten und die Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler und bereiten auf Berufslehren vor.

Schulen mit erweiterten Anforderungen

Schultypen mit erweiterten Ansprüchen heissen je nach Kanton bspw. "Sekundarschule", "Bezirksschule", "section moderne", "Voie secondaire de baccalauréat". Sie erweitern die Allgemeinbildung und bereiten auf Maturitätsschulen und Fachmittelschulen (FMS), auf berufliche Vollzeitschulen oder auf anspruchsvolle Berufslehren vor.

Übertritt Primarstufe-Sekundarstufe I

Der Übertritt in die Sekundarschule erfolgt für die Schulen mit Grundanforderungen ohne Prüfung.

Der Übertritt an Schulen mit erweiterten Anforderungen stützt sich auf  Empfehlungen der Lehrerinnen und Lehrer der Primarstufe. Ausschlaggebend sind gute schulische Leistungen (insbesondere in der ersten Landessprache, in Fremdsprachen und in Mathematik).

In einigen Kantonen müssen PrimarschülerInnen eine Prüfung bestehen, wenn sie in Schulen mit erweiterten Ansprüchen übertreten wollen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn sie von ihren LehrerInnen keine Empfehlung für den Übertritt in Schultypen mit erweiterten Ansprüchen erhalten haben. Einige Kantone planen kantonal geeichte Prüfungsvorlagen, die zusätzlich zu den Empfehlungen der Lehrpersonen berücksichtigt werden.

Achtung!
Immer häufiger einbezogen werden auch Beurteilungen der individuellen Leistungsentwicklung und des Arbeits- und Lernverhaltens.

Einflussmöglichkeiten der Eltern

Beim Übertritt in die Sekundarstufe I besitzen die Ansichten der Eltern starkes Gewicht.

Empfehlung!
Nutzen Sie Ihre Mitsprachemöglichkeit unbedingt. Erkundigen Sie sich bei der lokalen Elternorganisation, was Sie tun müssen.

Schul- und Berufsberatung in der Schule

In der Regel informiert an jeder Schule eine Berufsberaterin oder ein Berufsberater regelmässig alle Schülerinnen und Schüler und bietet auch Einzelberatung an. Die Schul- und Berufsberatungen sind über alle Berufe und mögliche Bildungswege gut dokumentiert. Die Schule selbst bietet berufsvorbereitenden Unterricht an, der von einer Lehrperson erteilt wird. Wertvolle Informationsquellen sind zudem die Berufsinformationszentren (BIZ).

Übergang ins Berufsleben

Für Jugendliche, die nach der obligatorischen Schulzeit nicht gleich mit der Lehre beginnen können, noch keine Lehrstelle gefunden oder ihre Berufswahl noch nicht getroffen haben, gibt es ein Berufsvorbereitungsjahr (oder 10. Schuljahr).   

Zum Thema: Sonderschulen, Elternmitwirkung, Sekundarschule, Einschulung Ausländerkinder, Primarschule

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