Leben in der Schweiz – Information und Online-Beratung  

Geld

Die Ehegatten sorgen gemäss Eherecht gemeinsam für gebührenden Unterhalt der Familie. Sie verständigen sich über den Beitrag, den jeder von ihnen leistet, namentlich durch Geldzahlungen, Besorgen des Haushaltes, Betreuen der Kinder oder durch Mithilfe im Beruf oder Gewerbe des anderen. Dabei berücksichtigen sie die Bedürfnisse der ehelichen Gemeinschaft und ihre persönlichen Umstände.

Zur Deckung des Familienunterhaltes dienen
  • Löhne aus Erwerbarbeit
  • Renteneinkommen
  • Versicherungs- oder Vermögenserträge
  • wenn nötig auch das Vermögen.
 
Achtung
Erträge aus Kindesvermögen können zur Deckung von deren Unterhalt verwendet werden. Kindesvermögen kann jedoch nur mit Zustimmung der Vormundschaftsbehörde angetastet werden.

Reicht das Einkommen zur Deckung des Lebensunterhaltes nicht, kann bei der Wohngemeinde Sozialhilfe beantragt werden. Auf der Basis der SKOS-Richtlinien wird ein Budget erstellt und finanzielle Unterstützung ausgerichtet falls der berechnete Lebensbedarf höher als die Einkünfte ist. Siehe Soziale Sicherheit und Sozialhilfe.
 

Budgetberatung

Um den Bedarf für den gewohnten Lebensstandard zu berechnen, ist es sinnvoll, gemeinsam ein realistisches Budget zu erstellen. Hilfe zur Erstellung eines Budgets erhalten Sie bei der Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer .
 

Taschengeld

Beide Ehegatten haben einen gesetzlich verbrieften Anspruch auf einen frei verfügbaren Betrag (Taschengeld), bei der Festsetzung der Höhe muss das Einkommen berücksichtigt werden.
 

Auskunftspflicht

Ehegatten sind gesetzlich verpflichtet dazu, sich gegenseitig zum Schutz ihrer Interessen Auskunft über Einkommen, Vermögen und Schulden zu geben. Bei Bedarf müssen sie dies auch schriftlich tun, z.B. mit Kontobelegen, Kreditverträgen etc.. Dieses Recht kann gerichtlich eingefordert werden und zwar im Rahmen eines Eheschutzverfahrens


Haftung bei Schulden

Für Schulden haftet ein Paar gemeinsam, wenn beide als Schuldner aufgeführt sind und beide eine Schuldanerkennung unterschrieben haben oder wenn das geschuldete Geld für die Bestreitung des gemeinsamen Lebensunterhaltes verwendet wurde.

Wenn eine PartnerIn Schulden macht zur Deckung von eigenen Bedürfnissen, haftet der Partner/die Partnerin nicht, sofern er/sie nicht als SchuldnerIn aufgeführt ist und keine Schuldanerkennung unterschrieben hat.
Für Miet-, Krankenkassen- und Steuerschulden haften beide Eheleute gemeinsam, sofern sie nicht getrennt leben.

Wenden Sie sich an eine Schuldenberatungsstelle, wenn Sie Fragen haben.

 

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