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Trennung

Eine Trennung kann in unterschiedlicher Form erfolgen. Sie ist häufig die Vorbereitung für eine Scheidung. Sie kann für MigrantInnen aber auch Folgen für ihre Aufenthaltsbewilligung haben.
 

Trennung in gegenseitigem Einvernehmen

Wenn sich die Ehepartner über die Bedingungen des Getrenntlebens einig sind, müssen sie nicht zwingend an ein Gericht gelangen. Sie können eine schriftliche Trennungsvereinbarung unterzeichnen oder mündliche Absprachen zu treffen. Eine solche Vereinbarung hat vor Gericht aber keine Gültigkeit.
 

Gerichtlich genehmigte Trennungsvereinbarung

Damit Trennungsvereinbarungen rechtsgültig werden, müssen sie von einem Gericht genehmigt werden. Gerichte vermitteln auch im Falle von strittigen Punkten.
 

Trennungsvereinbarung

Bei einer Trennung muss je nach Lebensumständen folgendes geregelt werden:
  • Wer wird obhutsberechtigt für gemeinsame Kinder?
  • Wie wird das Besuchsrecht des nicht obhutsberechtigten Elternteils aussehen?
  • Wer bleibt in der gemeinsamen ehelichen Wohnung, wer zieht aus?
  • Wer bezahlt wem wie viel Unterhalt?
  • Wer kommt für allfällige Schulden aus der gemeinsamen Haushaltzeit auf?
  • Soll Gütertrennung beantragt werden, wenn es die Umstände rechtfertigen?

Eheschutzgerichtliche Trennung

Ein Ehegatte ist berechtigt, den gemeinsamen Haushalt für solange aufzuheben, als seine Persönlichkeit, seine wirtschaftliche Sicherheit und das Wohl der Familie durch das Zusammenleben ernstlich gefährdet ist.
Auf das Eheschutzgesuch hin kann das Gericht die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes genehmigen und die Trennungsmodalitäten regeln.
 
Achtung        
Sind Wohl und Sicherheit der Familienmitglieder gefährdet, kann der Haushalt sofort aufgehoben und die gerichtliche Genehmigung nachträglich eingeholt werden.
 

Zum Thema: Rechtliche Folgen

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