Leben in der Schweiz – Information und Online-Beratung  

Apotheke

Die Apotheken sind in der Schweiz häufig die ersten Anlaufstellen für Menschen mit leichten Krankheitssymptomen. ApothekerInnen sind gut ausgebildet und beraten im Krankheitsfall kompetent. Im Zweifelsfall schicken Sie KundInnen stets zum Arzt.  

60% der in der Schweiz verfügbaren Medikamente sind rezeptpflichtig. Die Apotheken geben sie nur gegen eine ärztliche Verschreibung ab. Die Regeln sind hier äusserst streng.
 
          Achtung!
So genannt erneuerbare Rezepte sind im Maximum 1 Jahr gültig. Die abgegebenen Dosen werden auf dem Rezept festgehalten. Sie können sie nicht beliebig überschreiten. Lassen Sie solche Rezepte rechtzeitig von Ihrem Arzt erneuern.
 

Kontrolle der Rezepte

Die Apotheken überprüfen alle Verschreibungen im Hinblick auf die Dosierungen. Falls Sie mehrere Verschreibungen haben, kontrollieren die Apotheken, ob die verschiedenen Medikamente miteinander verträglich sind. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Sie gleichzeitig mehrere Ärzte konsultieren. 
 

Wer zahlt die Medikamente

Die Krankenkassen oder Unfallversicherungen bezahlen rund 80% der Medikamente, die in der Schweiz zugelassen sind. Sie finden diese auf der so genannten Spezialitätenliste.
 
Achtung!
Medikamente werden von Krankenkassen oder Unfallversicherungen nur übernommen, wenn sie Ihnen von einem Arzt verordnet wurden. Für Selbstmedikamentation müssen Sie selber aufkommen.
 
In der Apotheke können Sie kassenpflichtige Medikamente
  • entweder selber bezahlen und das Rezept mit Kassenbon an Ihre Krankenkasse oder Unfallversicherung zur Rückerstattung schicken.
  • oder gegen einen Apothekenschein Ihrer Krankenkasse oder Unfallversicherung beziehen. Die Apothekenscheine sind in der Regel 3 Monate gültig. Krankenkassen und Unfallversicherungen geben Ihren Kunden heute Chip-Karten ab, die unter anderem auch die Funktion eines Apothekenscheins haben.

Verlangen Sie Generika

Für viele der gängigen Medikamente gibt es billigere Nachahmerprodukte, so genannte Generika. Auf Grund der steigenden Kosten im Gesundheitswesen sind die Apotheken angehalten, KundInnen wenn immer möglich ein Generikum anzubieten. Falls dies nicht der Fall ist, fragen Sie danach.
 
Achtung!
Wenn anstelle eines Originalmedikaments ein mindestens 20% billigeres, kassenpflichtiges Generikum zur Verfügung steht, dieses aber nicht bezogen wird, erhebt die Kasse anstelle des Selbstbehalts von 10% einen Selbstbehalt von 20%. Ausser der Arzt bestätigt der Kasse gegenüber, dass es aus medizinischen Gründen nicht möglich ist, die Therapie mit einem Generikum durchzuführen.
 
Empfehlung
Suchen Sie sich eine „Hausapotheke“. Sie sichern sich damit eine bessere Kontrolle Ihrer Medikamentenabgabe und vereinfachen den administrativen Aufwand für Sie selber, die Apotheke und Ihre Krankenkasse.

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