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Tod und Bestattung

Die meisten MuslimInnen werde nach dem Tod zur Beerdigung in die Heimat überführt. Eine Überführung ins Herkunftsland ist administrativ aufwändig und kostet zwischen 3000 bis 4000 Franken. Immer mehr MuslimInnen sich möchten aber, weil sie mit ihren Familieni in der Schweiz Wurzeln gefasst haben, hier nach muslimischen Riten bestatten lassen.

Eine Bestattung nach islamischem Ritus, der die Ausrichtung der Toten nach Mekka, die ewige Grabesruhe und die Trennung von Andersgläubigen fordert, ist in der Schweiz bis jetzt nur beschränkt möglich.

Die Regelung der Beerdigung ist in der Schweiz Sache der Kantone und Gemeinden. Details werden in den jeweiligen Friedhofsregelementen festgehalten. Wichtige alte Friedhofsanlagen stehen zudem oft unter Denkmalschutz. Ohne Kompromisse ist eine Einführung islamischer Grabfelder oft nicht möglich. Die Ausrichtung der Toten nach Mekka muss häufig durch die Positionierung der Körper im Grab gelösten werden. Die ewige Grabruhe lässt sich wie in Kairo meist nur durch die Wiedernutzung alter Gräber lösen, in denen die Knochen zur Seite geschoben werden. Die Trennung der muslimischen Toten von Ungläubigen wird von Nicht-MuslimInnen, d.h. auch von vielen SchweizerInnen, oft als problematisch empfunden, gilt für sie doch: "Vor dem Tod sind wir alle gleich."

Muslimische Grabfelder gibt es zur Zeit in Basel, Genf, Liesthal, La-Chaux-de-Fonds, Le Locle, Lugano, Luzern, Olten, Sissach, Thun, Winterthur und Zürich. In Neuenburg, Lausanne, St. Gallen und anderen Orten wird gegenwärtig über die Schaffung muslimischer Bestattungsmöglichkeiten diskutiert.

Die  Kosten für eine Bestattung sind in der Schweiz regional sehr unterschiedlich. Während Städte wir Zürich, Basel oder St. Gallen die Grundkosten für die Beerdigung ihrer EinwohnerInnen tragen, muss in Bern mit gut CHF 2000 gerechnet werden.

Zum Thema: Moscheen und Gebetsräume, Bestattung, Islamunterricht

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